Denken Sie daran, die Ölpest im Jahr 2010 hat Millionen Barrel Öl in den Golf gegossen und die wertvollsten Sumpfgebiete der Küstenregion verwüstet. Dieser Unfall war sicherlich nicht nur ein industrieller, sondern hat dem Planeten Erde eine tiefe Wunde zugefügt.

Ich habe gerade gelesen, dass die sogenannte Taylor-Ölkatastrophe 14 Jahre lang in derselben Region stattfand, wobei viel mehr Öl in den Ozean gelangte als die BP-Ölkatastrophe. Mit großem Schock musste ich an unsere Ölpest-Kleider denken – unser Projekt im Jahr 2010. Damals, die Ölpest aus der Ferne zu beobachten, fühlte sich an, als würde der Ozean bluten – ich musste etwas tun.

ÖLVERLUSTPROJEKT

Das Ölpest-Projekt wurde von unserem tauben Gefühl, nur ein entfernter Zuschauer zu sein, von dem hämmernden Drang, etwas zu tun, inspiriert. Zu sehen, wie das Öl in den Golf von Mexiko strömt, ohne dass ein definitives Ende in Sicht ist, vermittelte eine absurd schöne Ästhetik.

Oil spill project

Als wir uns Fotos ansahen und dies realisierten, kamen wir auf die Idee, diese Bilder auf Seiden- / Baumwollstoff zu drucken und eine limitierte Auflage von Kleidern zu kreieren. Sie wurden vorgestellt in Unser Laden in der Auguststraße. Wir haben tolles Feedback von allen und besonders bekommen die Presse. Alle Gewinne aus den Verkäufen wurden an die US National Wildlife Federation gespendet.

Bis heute fragen mich Kunden nach diesem Projekt und erzählen mir, wie es ihnen bewusst gemacht hat, dass wir alle auch in der Mode etwas können. Mittlerweile hat sich unsere ganze Branche in ihrer PR umgedreht und alle wissen Bescheid und wollen Gutes tun.

Die Umweltprojekte sind jedoch nicht verschwunden, wenn nicht sogar drastisch gestiegen. Ich meine, der Regenwald in Brasilien brennt derzeit. Ich fühle mich immer noch taub und hilflos – wie gehst du mit diesen Gedanken um?
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