ÜBER MIRA

Ich bin Mira, die Designerin und Gründerin von CRUBA. Ich lebe in Mitte hier in Berlin mit meinem Mann (und Geschäftspartner) Erimar und den jüngsten zwei unserer fünf Kinder. Wir sind gerade nach Mitte gezogen und begeistert, jetzt genau in der Mitte dieser aufregenden Stadt zu leben, in der sich Ost und West aufeinandertreffen und verschmelzen. Es gibt sogar eine Brücke, die wir täglich vom ehemaligen Osten in den ehemaligen Westen überqueren. Jeden Tag sind wir begeistert, wie gut man in Berlin leben kann. Wie ein enger Freund es ausdrückte: nur in dieser Stadt können wir so arbeiten, wie wir es tun. Nachdem ich so lange in den USA (unserem "Westen") gelebt habe, finde ich den Osten exotisch und voller Geheimnisse. Die Frauen im Osten waren - und sind - so viel emanzipierter.

Mira von der Osten CRUBA

Ich versuche, durch meine Arbeit Geschichten zu erzählen. Das ist es wahrscheinlich auch, was mich überhaupt erst zur Mode gebracht hat. Ich liebe es, Menschen zu beobachten. Ich erinnere mich daran, wie ich als Kind Frauenschuhe betrachtete, die unter der Tür einer öffentlichen Toilette hervorlugten, und versuchte, mir vorzustellen, welche Outfits dazu passen könnten. Ich habe es schon immer geliebt, in Warteschlangen zu anzustehen, weil ich dabei die Menschen beobachten konnte. Meine Arbeit bringt mich näher an die Menschen, näher an die Welt, und ich habe viel Spaß dabei.

Meine Familie und ich sind ständig im Wettlauf mit der Zeit. Ich bin immer spät dran und plane nur für morgen. Vor Jahren habe ich den abendlichen Drink mit einer engen Freundin gegen den Kaffee am Morgen eingetauscht. Und ich bin eine Läuferin. Als meine Kinder in die Pubertät kamen, spürte ich so viel Frust und Wut, dass ich mit dem Boxen anfangen wollte, aber das war keine Option. Stattdessen begann ich mit dem Joggen, obwohl ich es davor immer gehasst hatte. Die Ironie des Laufens, um sich vom vielen Herumrennen zu entspannen, ist mir nicht entgangen.

CRUBA wurde in Berlin geboren, aber ich selbst habe Mode an der Parsons in NY und Paris studiert. Als ich 2009 mit CRUBA anfing, hatte ich zuletzt mit Zero Maria Cornejo gearbeitet und kannte den deutschen Markt nicht wirklich. Nach einer langen Babypause war ich nicht mehr auf dem Laufenden, also beschloss ich, meine eigene Firma zu gründen - als ob das einfacher wäre als die Suche nach einem Job. Ich war ahnungslos, wie die Modebranche hier in Deutschland funktioniert. Ich fühlte mich wie eine Außenseiterin der Branche,  wie ein Alien, dem die neuesten Modetrends fremd sind, der aber gleichzeitig eine Leidenschaft für die sinnliche Arbeit mit Stoffen hat.

Ich hatte immer von einer eigenen Marke geträumt, und jetzt lebe ich diesen Traum. An manchen Tagen fühlt es sich traumhaft an und an anderen Tagen wie ein Kampf. In einer Welt, in der alles schnelllebig ist und Unternehmen an kurzfristigem Erfolg gemessen werden, ist es eine Herausforderung, einen Weg zu finden, der anders ist, der Familie und Freunde und Reflexion zulässt. Gleichzeitig glaube ich aber auch, dass "Slow" die Zukunft dieser Branche ist. Mode zu kreieren, die die Art und Weise, wie wir uns kleiden erleichtert, inspiriert mich jeden Tag.

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